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Geschmack ist der härteste Wettbewerbsvorteil, den du haben kannst.

Ich beobachte gerade eine interessante Entwicklung. Seit KI jedem ermöglicht, in Sekunden Texte, Bilder und ganze Kampagnen zu erzeugen, reden alle über Effizienz. Über Geschwindigkeit. Über Cost per Content Piece.

Aber niemand redet über die Frage, die eigentlich entscheidend ist: Passt das, was da rauskommt, zu dem, wofür du stehst?

Auch hier bringt Ivan Zhao von Notion es wieder auf den Punkt: In einer Welt, in der Intelligenz im Überfluss verfügbar ist, werden Urteilskraft und Geschmack zu den knappen Ressourcen. Nicht die Fähigkeit, etwas zu produzieren, ist der Engpass – sondern zu wissen, was man produzieren sollte.

Ich sehe das jeden Tag in unserer Arbeit bei artundweise. Wir nutzen KI intensiv, in der Redaktion, in der Strategie, in der Webentwicklung. Aber die KI entscheidet bei uns nichts. Sie liefert Optionen. Die Entscheidung, welche Option die richtige ist, treffen Menschen. Und zwar auf Basis von etwas, das sich nicht automatisieren lässt: einer klaren Haltung. Einem Why. Einem Geschmack.

Wenn wir für unsere Kunden im Mittelstand eine Leitidee entwickeln, dann geht es genau darum. Nicht um saubere Formulierung – die kann mittlerweile jede KI. Sondern um die Frage: Wofür steht diese Marke, und passt dieser Inhalt dazu? Da gibt es kein algorithmisches Richtig oder Falsch. Da gibt es nur: Ich relate damit, oder ich relate damit nicht.

Wir sind froh, dass wir das bei artundweise schon lange so denken. "Werben, ohne zu nerven" war von Anfang an eine Geschmacksentscheidung. Keine KI hätte uns diesen Satz vorgeschlagen. Aber er ist der Grund, warum unsere Strategien nicht in Schubladen landen.

In einer Welt, in der jeder alles produzieren kann, wird Geschmack zum letzten Differenzierungsmerkmal, das nicht kopierbar ist.