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Tokens sind der neue Strom

Die Tokens der LLMs sind die neue Kilowattstunde

Vor einem Jahr habe ich noch überlegt, ob wir auf OpenAI oder Anthropic setzen sollen. Welches Modell ist besser? Welcher Anbieter hat die Nase vorn? Ich habe verglichen, getestet, analysiert.

Heute weiß ich: Das war die falsche Frage.

Denn die Modelle verändern sich alle paar Monate. Was gestern das beste Modell war, ist morgen Mittelfeld. Was heute teuer ist, kostet übermorgen einen Bruchteil. Wer sich an einen Anbieter bindet, macht den gleichen Fehler wie die Firmen, die in den 2000ern alles auf eine Plattform gesetzt haben.

Was wir stattdessen haben: einen Layer.

Notion (Basis für unser Betriebssystem) sitzt zwischen dem Individuellen unserer Agentur und der generischen Leistungsfähigkeit der KI-Modelle. In diesem Layer steckt alles, was uns ausmacht: unsere Daten, unsere Prozesse, unsere Prompts, unsere Struktur.

Der Anbieter für die Intelligenz – also quasi der Strom – ist austauschbar. Für manche Aufgaben nutzen wir große Modelle, für den Alltagsbetrieb kleinere, günstigere. Wir können innerhalb jeder Anfrage das jeweils Beste wählen und strategisch über die Zeit wechseln.

Das ist Unabhängigkeit. Nicht von KI. Sondern von der Abhängigkeit von einem einzigen KI-Anbieter.

Tokens sind der neue Strom. Und wer schlau ist, baut sein Haus so, dass man den Stromanbieter jederzeit wechseln kann.